Die meisten Menschen, die sich an „Netzanschluss“ wenden, sind Frauen, nur einer von derzeit 45 Menschen, die Andrea Münch betreut, ist männlich. „Oft ist man sehr einsam in seiner Situation. Eine Beratung kann dann dabei helfen, einen Perspektivwechsel zu vollziehen, der sehr hilfreich ist“, erläutert Münch.
Netzanschluss soll dabei unterstützen, Kontakte zu knüpfen, Gemeinschaft zu erleben, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. „Es geht immer um Begegnung und um Raum für Begegnungen“, ergänzt sie. Es gebe Gruppen- und nach Wunsch auch Einzelgespräche, die Gemeinschaft stehe im Vordergrund. Es werden gemeinsame Aktivitäten wie zum Beispiel ein Frühstück oder der Besuch kultureller Veranstaltungen organisiert. Seltener ist auch eine Kinderbetreuung notwendig. Oft verselbständigen sich die Kontakte, die Projektteilnehmenden treffen sich dann auch untereinander.
„Trennung und Scheidung ist dabei oft auch ein wichtiges Thema“, erläutert Andrea Münch, „insbesondere dann, wenn die Trennung einen konflikthaften Verlauf nimmt.“ Oder aber der mangelnde Wohnraum, mit dem viele Alleinerziehende konfrontiert sind. Aber auch die Hilfe bei der Organisation eines Umzugs, Unterstützung beim Umgang mit Behörden – zum Beispiel für Menschen mit Migrationshintergrund – empfinden die Teilnehmenden an Netzanschluss als „gewinnbringend“, so Andrea Münch: „Viele Frauen berichten, der Perspektivwechsel habe ihnen sehr geholfen."