Was ist eigentlich ein Presbyterium?

Das Presbyterium ist die gewählte Gemeindeleitung in jeder evangelischen Kirchengemeinde der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Es ist kein Parlament, sondern die „Regierung“ der Gemeinde.

Neben Gemeindegliedern gehören ihm Mitarbeiterpresbyterinnen oder –presbyter und Pfarrerinnen bzw. Pfarrer an. Alle Presbyteriumsmitglieder sind gleichgestellt. Ihre Anzahl richtet sich nach der Größe der Kirchengemeinde.

Das Presbyteramt ist ein Ehrenamt, für das es keine Bezahlung gibt. Die Amtszeit dauert vier Jahre. Nach Ablauf ihrer Amtszeit können sich die Presbyterinnen und Presbyter erneut zur Wahl stellen. Das Wort „Presbyterium“ ist griechischen Ursprungs und bedeutet „Versammlung der Ältesten“. „Alt“ sein oder „alt aussehen“ müssen die Presbyterinnen und Presbyter aber keinesfalls. Schon mit 18 kann man Presbyter seiner Gemeinde werden.

Welche Aufgaben haben die Presbyterinnen und Presbyter?

Das Presbyterium entscheidet im Rahmen der Kirchenordnung über alle verwaltungstechnischen, finanziellen, rechtlichen und religiösen Angelegenheiten. Das Presbyterium wählt die Pfarrerinnen oder Pfarrer, es stellt Mitarbeitende ein, sorgt für die Erhaltung der Gebäude, verwaltet die Gemeinde und entscheidet über die Verwendung der Finanzen. Es wählt aus seiner Mitte Personen für den Vorsitz, für die Stellvertretung und für bestimmte Ämter (Finanzen, Bauten, Diakonie usw.)

Außerdem – das ist eine Aachener Besonderheit - entsendet jedes Bereichspresbyterium Delegierte in das Gesamtpresbyterium der Kirchengemeinde Aachen und in die Fachausschüsse der Gesamtgemeinde.

Wie sich die Gesamtgemeinde zusammen setzt, können Sie in der folgenden zum Downloaden bereitgestellten Grafik erkennen. 

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