20.05.2019

Studierende aus Aachen stellen Werke zum Hungertuch von Uwe Appold aus

Gottesdienst und Vernissage am Sonntag, 2. Juni, in der Genezareth-Kirche - Hungertuch 2019 zu Genesis 3,9: "Wo bist du?"

Bilder, die Studierende der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) unter Anleitung des Künstlers Uwe Appold zum Misereor-Hungertuch gemalt haben, sind im Juni in der Genezareth-Kirche zu sehen. Die Ausstellung wird eröffnet mit einem Gottesdienst am Sonntag, 2. Juni, um 9.30 Uhr. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ab 10.30 Uhr die offizielle Ausstellungseröffnung mit dem Künstler Uwe Appold und Studierenden der ESG statt. Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen und Schirmherr der Ausstellung, und Claudia Kolletzki von Misereor werden ebenfalls anwesend sein. Die Ausstellungseröffnung wird von Mitgliedern der ESG-Bigband musikalisch begleitet.

Der Workshop

„Ich wünsche mir, dass die Menschen meinen Arbeiten mit ihrer persönlichen Lebenserfahrung begegnen und ihre eigenen Geschichten einbringen in das, was ich gemalt habe.“ (Uwe Appold)

Im November 2018 hatte Uwe Appold in der Evangelischen Studierendengemeinde Aachen ein Wochenende lang mit Studierenden aus verschiedenen Ländern gearbeitet. Unter Anleitung von Appold sind Bilder entstanden, die der Frage nachgehen: „Was sind eure Geschichten, eure Träume, eure Hoffnungen?“

In der künstlerischen Bearbeitung dieser Themen liegt eine je eigene Standortbestimmung der jungen Erwachsenen auf die Frage: „Mensch, wo bist du?“
Die ESG Aachen und der Künstler Uwe Appold sind schon seit Jahren in persönlichem Kontakt. Er hatte bereits den "Raum der Stille" im Haus der ESG am Lousberg gestaltet, der 2009 eröffnet wurde. Derzeit arbeitet Appold an einem großen Triptychon für den Konferenzraum des Hauses, das aufgeklappt werden kann, wenn dieser gottesdienstlich genutzt wird. Dieses Kunstwerk soll im Oktober zum Beginn des Wintersemesters installiert und vorgestellt werden.

Das Hungertuch 2019 von Uwe Appold

Seit 1976 präsentiert MISEREOR jedes zweite Jahr zur Fastenzeit ein "Hungertuch", das von engagierten KünstlerInnen gestaltet wird. Kunst soll in diesem Projekt zum Ort des Dialogs werden: Gemeinden und Schulen verwenden das Bild, um sich in der Fastenzeit und darüber hinaus mit drängenden Themen der sozialen Gerechtigkeit auseinander zu setzen.

Das Hungertuch 2019 wurde von dem Flensburger Künstler Uwe Appold entworfen. Er greift damit Genesis 3,9 auf: „Wo bist du?“ ruft Gott den ersten Menschen im Paradies zu. Die Frage ist nach wie vor aktuell. Sie trifft ins Zentrum des Hungertuchs, in das noch immer unfertige „gemeinsame Haus“.

Uwe Appold, geb. 1942 in Wilhelmshaven, ist Designer, Bildhauer und Maler. Bis 2006 hatte er einen Lehrauftrag an der Werkkunstschule Flensburg und in Hangzhou/China. Er gestaltete zahlreiche öffentliche Plätze, Schulen, Amtsgebäude, Kirchen und Industriearchitektur. Uwe Appold setzt sich in seinen Bilderzyklen mit existenziellen Erfahrungen des Menschen auseinander.

Der Ausstellungsort

Die Genezareth-Kirche im Aachener Westen ist die jüngste Kirche Aachens: Sie wurde von der Berliner Architektin Gesine Weinmiller entworfen und im Mai 2018 eröffnet. Das besondere an der Kirche: Der große Kirchraum hat zwar keine Fenster, ist aber trotzdem lichtdurchflutet. Zenith-Licht, das senkrecht von oben kommt, ist siebenmal stärker als Seitenlicht. Hier wird das große Hungertuch hängen. Eine zweite Besonderheit ist der Innenhof, um den ein Kreuzgang herumläuft, an dem die Gemeinderäume liegen und in dem die Bilder der Studierenden ausgestellt werden.

Die Ausstellung ist in der Genezareth-Kirche bis zum 25. Juni zu sehen, zu den Gottesdienstzeiten und zu den Zeiten der "Offenen Kirche": montags, mittwochs und freitags von 11 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 17 bis 19 Uhr.

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Genezareth-Kirche

Vaalser Straße 349
52074 Aachen

Tel: 0241 / 99 78 78 00

Pfarrerin Bettina Donath-Kreß

Clermontstr. 39
52066 Aachen
Tel.: 0241 / 47583163

E-Mail: bettina.donath-kress@ekir.de

Pfarrer Mario Meyer

Vaalser Straße 349
52074 Aachen
Tel.: 0241 / 73048

E-Mail: mario.meyer@ekir.de