CARMINA BURANA am 28. September in Aachen

Fortuna betritt die Weltbühne der Musikgeschichte - mit Pathos und elementarer Kraft. Wir laden Sie ganz herzlich zu Carl Orffs wunderbaren Liedern auf die Texte einer mittelalterlichen Handschrift aus dem Kloster Benediktbeuern ein.


Carmina Burana

Carl Orff

 * 1895      † 1982

Laura Lietzmann, Sopran

Christoph Scheeben, Bariton

Evangelische Kantorei Aachen SW

Evangelische Kantorei Düren

Ursula Wawroschek und Ina Otte, Klavier

Andreas Wahl, Dirk Offelder, Jürgen Karle,
Tibor Herczeg, Valentin Casap,
Schlagzeug

Sonntag,  22. September 2019, 18 Uhr, Christuskirche in Düren

Leitung: Stefan Iseke

Samstag,  28. September 2019, 19 Uhr, Auferstehungskirche in Aachen

Leitung: Elmar Sauer

Die Karten für das Konzert in Aachen gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Jacobi's in Aachen, Büchel12.  Kostenbeitrag: 20 € (10 € Schüler/Studierende)

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"O Fortuna, velut Luna, statu variabilis, ..."

"O Fortuna, wie der Mond dort oben, so veränderlich bist Du ..."

Das Schicksalsrad der Fortuna steht symbolisch über den Liedern und bildete den machtvollen choristischen Rahmen. Das ewige Wechselbad zwischen Glück und Unheil, Aufstieg und Untergang vertonte Orff in seinem großen Chorwerk, dass zudem als satirische Kritik an den Verhältnissen in der mittelalterlichen Kirche zu sehen ist.

Im 13. Jahrhundert wurden die Carmina Burana auf 119 Blatt Pergament niedergeschrieben. Vor gut 200 Jahren entdeckte man die Handschrift der Mönche im Kloster Benediktbeuren wieder. Diese "Beurer  Lieder: Gesänge für Sänger und Chöre, begleitet von Instrumenten und magischen Bildern" sind die Quelle für Orffs einzigartiges Chorwerk.

"Der mitreißende Rhythmus, die Bildhaftigkeit dieser Dichtungen und nicht zuletzt die vokalreiche Musikalität und einzigartige Knappheit der lateinischen Sprache", so Orff, fesselten ihn so sehr, dass er daraus sein bekanntestes Werk erschuf.

1937 wurden die Carmina Burana erfolgreich in Frankfurt am Main uraufgeführt und zu einem der populärsten Stücke ernster Musik. Allerdings schmähten es seinerzeit die Kritiker wegen der „Frivolität“, der lateinischen Texte und der speziellen Rhythmik ("bayerische Niggermusik", so die Kritik; man bedenke, es war die üble „braune“ Vergangenheit Deutschlands und die Diffamierung alles Fremden, aber auch des konfessionellen Christentums, war damals leider sehr populär).

Im kommenden September können Sie sich auf die wunderbaren und auch wunderlichen Gesänge hier bei uns freuen. In der einstudierten Version für zwei Klaviere und Perkussion gewinnt die schon ausgeprägte Rhythmik des Werkes noch zusätzlich an Intensität.

[Bildnachweis - Auszug aus Codex buranus: Bayerischen Staatsbibliothek; frei für nichtkommerzielle Nutzung: Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0]

"... Hac in hora sine mora corde pulsum tangite;

 quod per sortem sternit fortem, mecum omnes plangite!"

 

 ... Drum zur Stunde ohne Saumen rührt die Saiten!

 Wie den Wackeren das Schicksal hinstreckt; alle klagt mit mir!

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