Meine Konfizeit

Es war vor nunmehr eineinhalb Jahren, am 13. September 2011: der Beginn meiner Konfizeit! Aus meiner Klasse waren nur zwei weitere Schüler in der Konfirmandengruppe, aber sie gehören zu meinen besten Freunden. Dazu kannte ich noch einige andere Jungen und Mädchen, die zum Beispiel aus meiner Parallelklasse oder der Nachbarschaft kamen. In der ersten Zeit war der Konfi-Unterricht immer am Dienstagnachmittag. Anschließend fand immer das Konfi-Café statt, das von Frau Braun-Rottländer (unsere Lena) organisiert wurde, die auch beim Konfiunterricht Herrn Obrikat unterstützte.


Am ersten Tag des Konfirmandenunterrichts sprachen wir über unsere Fragen an Gott. Wir fragten „Warum gibt es Krieg?“ und „Ist alles, was in der Bibel steht wahr?“. Einige Dienstage später bekamen wir dann auch unsere Mappen. Das sind Ordner, in denen viele Aufgabenblätter sind, die sich über alle Bereiche der Gemeinde erstrecken. Aus jedem der Bereiche müssen wir mindestens einen Zettel erledigt haben. Die Aufgaben sind ganz unterschiedlich: man kann die Gemeindezeitung „Evangelisch in Aachen“ verteilen, die Kollekte im Gottesdienst einsammeln oder das Apostolische Glaubensbekenntnis auswendig lernen. An Weihnachten organisierte unsere Gruppe die Weihnachts-aufführung; es wurde eine moderne Version der traditionellen Geschichte. Später bekamen wir Bibeln und machten ein Quiz, welche Gruppe am meisten über bestimmte Bibelpassagen wusste.


Nach einem halben Jahr haben wir dann eine Konfirmandenfahrt nach Monschau unternommen. Dort beschäftigten wir uns mit Jesus und dem Abendmahl (wir haben in Monschau das Abendmahl zum ersten Mal gefeiert). Wir kochten selbst und durften zu dritt in die Stadt gehen. Wenn es dunkel wurde, haben wir uns im Hauptraum zusammengefunden und Spiele gespielt oder gegen Herrn Obrikat gekickert. Die darauffolgenden Konfitermine waren einmal im Monat samstags. Wir mussten zwar schon um 9:00 Uhr an der Kirche sein und blieben den ganzen Vormittag bis 13:30 Uhr, dafür frühstückten wir immer bevor wir uns dem Thema zuwandten. Ich fand die Samstage angenehmer als die Dienstage, weil sie an den Wochenenden lagen.


In den Sommerferien habe ich mich zusammen mit meinem Freund als „Volunteer“ bei den Ferienspielen gemeldet. In der 4. Ferienwoche beaufsichtigten wir jüngere Kinder und haben uns nach jedem Tag mit den anderen zur Besprechung zusammengesetzt. Es war eine schöne Erfahrung nun nicht mehr Teilnehmer, sondern „Volunteer“ zu sein. Zudem bekam man eine Unterschrift in unserer Mappe und ein „kleines großes“ Taschengeld.


Nach den Ferien beschäftigten wir uns mit dem Thema Taufe und veranstalteten auch eine kleine Tauffeier für vier Konfirmanden, welche noch konfessionslos waren. Auch Martin Luther und seine 95 Thesen wurden besprochen; wir entwickelten unser eigenes Wappen nach dem Vorbild Luthers. An einem Konfisamstag hatten wir das Thema Gerechtigkeit und spielten ein Spiel, bei dem wir auf verschiedene Gesellschaftsebenen verteilt wurden ( ich war am Anfang ein Arbeiter in einem armen Land und musste Reiskörner sortieren J)  und uns von unserem „Gehalt“ Essen und Trinken kaufen mussten. Am 3. Februar organisierten wir dann einen eigenen Gottesdienst zum Thema Familie, bei dem wir uns der Gemeinde vorstellten.


Seitdem haben wir wieder dienstags Konfirmationsunterricht. Wir beschäftigen uns momentan mit dem Glauben und dem Glaubensbekenntnis. Wir haben sogar schon begonnen ein persönliches Glaubensbekenntnis zu schreiben. Demnächst fahren wir wieder nach Monschau auf unsere Abschlussfahrt. Wir werden uns noch einmal mit dem Abendmahl beschäftigen und auch eines feiern.  Im April ist dann die Konfirmation und alle müssen noch die letzten Zettel in ihren Mappen bearbeiten.

Tim

AUFERSTEHUNGSKIRCHE

Am Kupferofen 19-21

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Pfarrer Martin Obrikat

Fichtestraße 28
52078 Aachen
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