29.09.2022

Ökumenische Klima-Andacht in der Citykirche 

Veranstaltung der "Christians for Future" war gut besucht - Folgen des Klimawandels tragen vor allem die Länder, die ihn nicht verursachen

Das Blockflötenensemble Westwind begleitete die Andacht musikalisch.
Das Blockflötenensemble Westwind begleitete die Andacht musikalisch.

Am 23. September fand in der Aachener Citykirche die vierte Andacht im Vorfeld des weltweiten Klimastreiks von Fridays for Future statt.  Die gut besuchte Veranstaltung der Aachener Ortsgruppe "Christians for Future" wurde durch das Blockflötenensemble "Westwind" musikalisch begleitet. Sie hat gezeigt, dass sie sich als ein Ort der Hoffnung jeweils im Vorfeld des gemeinschaftlichen Aufbruchs zum globalen Klimastreik etabliert hat.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Tobias Kurth von "Christians for Future" verlas Silke Wehrsig, ebenfalls Mitglied der Ortsgruppe, ein Grußwort von Menschen aus Madagaskar, die in Verbindung stehen zum Arbeitskreis Madagaskar der KAB (Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung) Aachen. Anschließend berichtete Andris Gulbins von der KAB Aachen von einer früheren Reise nach Madagaskar und der jetzigen schwierigen Situation in einem Land, das nur 130 kg CO2 pro Kopf und Jahr ausstößt. Währenddessen lief eine Fotoserie auf einer Leinwand, die den Anwesenden die dramatischen  Folgen des Klimawandels vor Augen führte: Dürre, Flutkatastrophen, Taifune, Zerstörung, unsäglicher Hunger und Leid. 

Aufgeben ist keine Option

Die Andacht stand unter dem Leitgedanken: „Gottes Geisteskraft ruft zur Umkehr" und den damit verbundenen Fragen: „Was ist zu tun und was tun wir? Sind wir zu einer radikalen Veränderung bereit und tun wir genug?“. Als Anregung und Maßstab für das eigene Handeln und für Forderungen an die Politik wurde die 2015 verabschiedete „UN-Agenda 2030“ mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung herangezogen.                         
Pfarrerin Büssow von der Annakirche bezog sich in ihrer Ansprache auf die Frage des reichen Mannes in Matthäus 19,16: „Was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“ und knüpfte an die Frage an: „Tun wir genug?“. Sie endete mit dem mutmachenden Appell, weiterzumachen und nicht aufzuhören: „ Auch wenn unsere Schritte klein sind – Aufgeben ist keine Option, solange Gott eine Veränderung für diese Welt in Aussicht stellt“.

Zwischen den intensiven und bewegenden Fürbitten sprachen die Teilnehmenden: „Gott, schenke uns Mut zum Handeln“. Nach dem Segen, den Pfarrerin Büssow sprach, schlossen sich die meisten der Demo von Fridays for Future durch die Aachener Innenstadt an.

Text: German Rössle

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