Evangelische Kirchengemeinde Aachen

Neuer inklusiver Treffpunkt an der Auferstehungskirche

Seit Ende Juni - Bücherschrank und Bank schaffen in der Quartiersmitte Altforst einen Ort für Begegnung ohne Ausgrenzung

Aachen-Forst hat einen neuen Ort der Begegnung erhalten: Seit Ende Juni stehen im Garten neben der Auferstehungskirche am Kupferofen ein inklusiver Bücherschrank und eine besondere Sitzbank. Gemeinsam schaffen sie einen kleinen Platz in der Quartiersmitte Altforst, der Menschen zusammenbringen und das Miteinander im Stadtteil stärken soll.

Der quer angelegte, selbst gebaute Bücherschrank verfügt über leichtgängige Schiebetüren, sodass auch Rollstuhlfahrer*nnen die Bücher selbstständig erreichen können. Auch die Bank lässt bewusst Platz für einen Rollstuhl. Auf der Rückenlehne steht eingefräst: „Kein Platz für Ausgrenzung“.

Barrierefrei, offen und gemeinschaftlich

Das Besondere: Sowohl der Bücherschrank als auch die Bank wurden konsequent inklusiv gestaltet. Der Bücherschrank unterscheidet sich bewusst von vielen herkömmlichen öffentlichen Bücherschränken. Statt eines hochformatigen Aufbaus mit oft schwer zu bedienenden, stark gefederten Türen wurde er quer angelegt und mit leichtgängigen Schiebetüren ausgestattet. Dadurch können auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer die Bücher selbstständig erreichen und nutzen. Der Schrank wurde im Rahmen des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes (ISEK) Aachen-Forst aus Mitteln des Verfügungsfonds finanziert.

Ergänzt wird der Bücherschrank durch eine besondere Bank aus dem Projekt „Kein Platz für Ausgrenzung“ der Lebenshilfe Heinsberg. Die Bank wurde in der Schreinerei der DeinWerk gGmbH gefertigt, einer Werkstatt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in Trägerschaft der Lebenshilfe Heinsberg. Ihr auffälliges Design vermittelt eine klare Botschaft: Die rechte Sitzfläche fehlt bewusst. Auf der Rückenlehne ist der Schriftzug „Kein Platz für Ausgrenzung“ eingefräst, die verbleibende Sitzfläche trägt die Aufschrift „Zusammen in Forst“. Drei weitere Bänke dieser Art werden in Altforst platziert werden, eine davon, auf dem Gelände der Lebenshilfe, wird bei gleicher Gelegenheit mit eingeweiht. Die Bänke wurden über den Stadtteilfonds Aachen-Forst finanziert. 

Beide Projekte stehen für ein gemeinsames Ziel: ein Stadtviertel, in dem Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Behinderung oder Lebenssituation zusammenkommen und teilhaben können. Der neue Platz an der Auferstehungskirche soll ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Inklusion und nachbarschaftliches Miteinander setzen.

Im Anschluss an die Eröffnung sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, das benachbarte Familienfest der Lebenshilfe zu besuchen und den neuen Treffpunkt gemeinsam zu feiern.

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