Neue Abendmahlsgeräte für die Immanuelkirche sind fertig

Künstler kombinieren Silber und Mooreiche - Kreuz als tragendes Element - Am Sonntag Abendmahlsgottesdienst und Gemeindefest

Aus Sterling-Silber und dem Holz einer 2000 Jahre alten Mooreiche bestehen die neuen Abendmahlsgeräte für die Aachener Immanuelkirche. Pfarrer Redmer Studemund und die Silberschmiede Hubertus Förster und Benedikt Förster-Heyne stellten die neuen Geräte am Mittwoch  der Presse vor. Am Sonntag wird das neue Abendmahlsgeschirr bei einem Gottesdienst für alle Generationen in Gebrauch genommen.

Neuanschaffung durch Spenden möglich

Im vergangenen Oktober hatten Einbrecher in der Immanuelkirche den Tresor aus der Wand gebrochen und ihn abtransportiert – mitsamt der Abendmahlsgeräte. Seitdem musste das Abendmahl vorübergehend mit einem zweiten Satz Geschirr aus der Annakirche gefeiert werden. Bei einer Ausschreibung zur Gestaltung neuer Geräte setzte sich der Entwurf von Hubertus Förster und seinem Sohn für vier Kelche, zwei Oblatenschalen, eine Oblatendose und eine Weinkanne gegen die der Mitbewerber durch. Die Neuanschaffung wurde finanziert durch die Versicherungssumme und die Spenden vieler Gemeindeglieder.

Füße der Geräte in Kreuzform

Ausgangspunkt für die Gestaltung der Abendmahlsgeräte war die Architektur der Immanuelkirche, die neben den Ziegeln von Holz geprägt ist. Außerdem wurde der Kirchenname – hebräisch „Gott mit uns“ - im Kreuz als Zeichen des Mensch gewordenen Gottessohns als tragendes Element der einzelnen Geräte aufgenommen. Die eigentlichen Gefäße für den Wein wurden von den Silberschmieden Förster selbst in Silber gearbeitet. Bei Brotschalen und Brotdose wurden die Materialien getauscht und die Gefäße aus Holz gearbeitet. Dies übernahm der befreundete Drechsler Christoff Guttermann aus Kornelimünster.

Spannung und Balance der Materialien

„Das fast schwarze Holz der alten Mooreiche steht in starkem Kontrast zum glänzenden Silber“, erklärt Benedikt Förster-Heyne. „So ergeben die Proportionen der Geräte einerseits ein ausgewogenes Bild, die Materialien in ihrem Wechselspiel sorgen andererseits für die erforderliche Spannung.“ Die Füße der Kelche in Kreuzform nähmen zudem Bezug auf das Kreuzesholz, ergänzt Hubertus Förster. Wenn die Gläubigen beim Abendmahl den Kelch weitergäben, solle die Berührung mit dem Kreuzesholz assoziiert werden. Immerhin stamme das etwa 2000 Jahre alte Holz sogar aus der historischen Zeit Christi.

Gottesdienst und Gemeindefest am Sonntag

Der „Abendmahlsgottesdienst für alle Generationen“, der unter anderem von den Konfirmanden und den Senioren der Gemeinde mitgestaltet wird, beginnt am Sonntag, 17. Juli, um 11.15 Uhr, in der Immanuelkirche, Siegelallee 2, in Aachen. Im Anschluss lädt die Gemeinde zum sommerlichen Miteinander ein, mit Grillen, Kinderchor und Jugendband, Kaffee und Kuchen sowie einem Kinderflohmarkt.

Link zur Internetseite der Immanuelkirche

Link zur Gold- und Silberschmiede Förster

Link zum Gemeinschaftsprojekt "Gefäßkultur" Förster/Guttermann

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