16.06.2021

Raus aus dem tristen Pandemie-Alltag - rein in die Kreativität

An der Kunst-Challenge mit dem Thema „Lebens(t)räume“ nahmen insgesamt 43 junge Menschen aus der Viktoriaschule teil – Preisverleihung war am Freitag, 11. Juni

Britta Goerke (l.) und Brigitte Gillessen sind beeindruckt von den Werken der Teilnehmenden.
Britta Goerke (l.) und Brigitte Gillessen sind beeindruckt von den Werken der Teilnehmenden. (Foto: Maribel Porras)

Fliegende Einhörner, unbekannte Miniaturwelten, ein Mädchen entschwindet auf dem Rücken eines Adlers und ein Astronaut schwebt im Raumanzug um die Erde – klingt unrealistisch? Das und noch viel mehr sind Ergebnisse einer Aachener Kunst-Challenge für Kinder und Jugendliche.

Unter dem Thema „Lebens(t)räume" wurden zwischen März und April Schülerinnen und Schüler der Viktoriaschule dazu aufgerufen, an der Kunst-Challenge teilzunehmen. Initiiert wurde der Wettbewerb von Britta Goerke, Jugendreferentin für die Emmaus-Kirche und Auferstehungskirche Aachen, die damit für Abwechslung sorgen wollte: „Mein Ziel war es, die Kinder und Jugendlichen aus dem tristen Pandemie- und Homeschooling-Alltag herauszuholen und ihre Lebensfreude künstlerisch aus ihnen herauszukitzeln. Die Teilnehmenden sollten sich eine Situation oder einen Ort erträumen, an dem sie gerne wären und wo sie einfach – ohne jegliche Beschränkung -  sein können, was sie möchten.“

Neue Welten in filigranster Kleinstarbeit

Dabei war erlaubt, was die Kreativität zulässt - egal, welches Material, ob ein Bild, ein 3D-Objekt, Foto- oder Videoformat. Und so fand ein breit gefächertes Spektrum an originellen Ideen seinen Ausdruck in recht individuellen Werken, die von insgesamt 43 Schülerinnen und Schülern, vor allem aus der Unterstufe, eingereicht wurden.  „Uns hat besonders die liebevolle Detailliertheit und Erzählfreude der Arbeiten überrascht. Teilweise wurden in filigranster Kleinstarbeit ganz neue Welten erschaffen“, beschreibt Brigitte Gillessen, Kunstlehrerin an der Viktoriaschule und Mitglied der Jury.

Der Freiheitsgedanke spielt eine große Rolle

In vielen Darstellungen finden sich Bewegungsmotive, beispielsweise im Entschweben eines Heißluftballons oder in eigenen Miniaturwelten auf einem Schiff oder in einem Koffer. „Da ist klar zu erkennen, dass der Freiheitsgedanke im Vordergrund steht“, betont Britta Goerke. Auffallend oft spielt die Natur als positiver Gegenentwurf eine Rolle. Vor allem Elemente wie Berge, Wolken, Wasser und Strände werden als „Kraftzonen“ dargestellt: So hat eine Schülerin den Berg nachempfunden, auf dem sie mit ihrem Opa oft im Urlaub „Energie“ getankt hat. Es gab auch Filmbeiträge, von denen einer sich eher sozialkritisch mit dem Thema der unterschiedlichen Lebensräume der Menschen auseinandergesetzt hat. Zur Jury gehörte neben Britta Goerke und Brigitte Gillessen auch ein Schülerteam aus der Oberstufe, das von den Kunstlehrern der Viktoriaschule ausgesucht wurde. „Trotz der vielen tollen Werke waren wir uns in der Jury schnell darüber einig, welche davon prämiert werden sollten“, sagt Brigitte Gillessen.

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung

Am Freitag, 11. Juni, 17 Uhr, fand die Preisverleihung als „Hybridveranstaltung“ - also sowohl live als auch digital über Zoom - im Hof der Auferstehungskirche statt, an der 17 glückliche Preistäger:innen ihre Gewinne entgegen nehmen durfte . (Text: Maribel Porras)

 

Für alle, die die Ausstellung nicht live sehen konnten, hier ein kleiner virtueller Rundgang:

Evangelische Kirchengemeinde Aachen

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52062 Aachen
Tel.: 0241/453-110

Leitung Gemeindebüro:
Ulrike Distelrath
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