30.01.2020

„Kirche ist, was Du draus machst!“

Junge Kirche wird zur dauerhaften Einrichtung der Kirchengemeinde Aachen in der Dreifaltigkeitskirche - Projekt-Entfristung mit generationenübergreifender Party gefeiert

JuKi-Leiterin Pia Schneider (Mitte) und das JuKi-Leitungsteam begrüßten die Gäste zur Entfristungsparty in der JuKi.
JuKi-Leiterin Pia Schneider (Mitte) und das JuKi-Leitungsteam begrüßten die Gäste zur Entfristungsparty in der JuKi. (Foto: Andreas Schmitter)

„Kirche ist, was Du draus machst!“ Mit diesem Slogan steht die Junge Kirche (JuKi) nun dauerhaft all jenen jungen Menschen offen, die auf der Suche sind – nach einer Kirche, die ihren Bedürfnissen und ihren Vorstellungen entspricht. Die Gremien der Gemeinde Aachen haben den Projektcharakter der JuKi aufgehoben und eine Verstetigung beschlossen. „Wir sind jetzt offiziell für immer da!“, freute ich JuKi-Leiterin Pia Schneider. Mit einer Andacht unter dem Motto „Lass mal machen, denn mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“ startete die generationenübergreifende Entfristungsparty am Samstag in der Aachener Dreifaltigkeitskirche.

Mit Begeisterungsfähigkeit und Durchhaltevermögen zum Ziel

Hindernisse musste das neuartige Projekt tatsächlich einige überwinden. „Es brauchte die Idee, es brauchte Begeisterungsfähigkeit und Durchhaltevermögen“, erinnerte sich David Janecek, Vorsitzender des Fachausschusses Jugendarbeit und Schule, an die ersten Pläne. „Kirche von und mit Jugendlichen war erstmal eine Idee von Wenigen, die aber bald von Vielen getragen wurde“, berichtete er. Getragen wurde sie auch bald von vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Verantwortung im ehrenamtlichen Leitungsteam übernahmen – zur Unterstützung der Hauptamtlichen, aber vor allem, um selbst Kirche zu machen: Im Andachtsteam, im Veranstaltungsteam, über moderne Kommunikationsformen in sozialen Netzwerken. Oder einfach in den – außer montags – täglichen persönlichen Begegnungen in der JuKi.

Dass dies längst nicht mehr selbstverständlich ist, betonte Superintendent Hans-Peter Bruckhoff in seinem Grußwort: „Danke, dass Ihr den Weg in die Kirche gefunden habt. Physisch wie psychisch.“ Er betonte aber auch die Zumutungen, die die junge Generation seiner eigenen bereite: „Es tut weh, dass wir uns selbst eingestehen müssen, dass unser Land politisch so aussieht wie es aussieht. Dennoch habe ich die Hoffnung, dass wir die Schmerzen aushalten, die uns die Jugend bereitet. Danke, dass Ihr uns mit Eurer Leidenschaft fürs Klima, für den Frieden und für die Gerechtigkeit wachhaltet.“

Es geht um Menschen, nicht um Institutionen

Dass ein fester Ort und eine dauerhafte Förderung noch keine blühende Kirche der Jugendarbeit für alle bedeute, betonte Axel Büker, synodaler Jugendreferent des Kirchenkreises Aachen: „Die JuKi ist jetzt eine Institution. Aber Gott hat es eher mit den Menschen.“ Es gehe nicht um Kirche, sondern um Beziehungen, um Vertrauen und Glauben.

Besondere Begegnungen und viel Verbundenheit

Diese sind in den vergangenen vier Jahren in der Dreifaltigkeitskirche tatsächlich immer wieder entstanden. Ohne die sonst üblichen Kategorien evangelisch, katholisch oder überhaupt christlich. „Das Besondere an der Arbeit in der JuKi sind die Begegnungen, die oft anders ausfallen, als zunächst erwartet“, meinte Schneider. „Ich spüre hier viel Verbundenheit. Viele haben sich die JuKi zu Eigen gemacht.“ So sei auch der Generationswechsel im ehrenamtlichen Leitungsteam, der im vergangenen Sommer anstand, geglückt.

Wie sich Junge Kirche anfühlen kann, zeigte die Theatergruppe der Christuskirche aus Aachen-Haaren mit ihrem selbst entwickelten Stück „191780 Fluggäste“ über kuriose und doch realistische Begegnungen von Menschen auf dem Flughafen. Und anschließend bei Essen, Trinken, am Kicker, an Kleidertauschständern, mit Musik, im Gespräch, beim Spiel, in der Diskussion, im Lachen, im Streiten. Denn: „Kirche ist, was Du draus machst!“

(Text: Rauke Xenia Bornefeld)

Das Programm für Februar 2020:

Mehr Infos auch unter: https://juki-aachen.de/

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