31.07.2019

"Die total verrückte Tierkunstwelt"

Erste Ferienspiele mit der neuen Jugendreferentin für den Bereich Süd an der Emmaus-Kirche - Die Kinder sind begeistert

Mit der "Total verrückten Tierkunstwelt" hieß die neue Jugendleiterin für den Gemeindebereich Süd, Britta Goerke, die Kinder zu den Ferienspielen in der Emmaus-Kirche willkommen. (Foto: Rauke Xenia Bornefeld)

Kaugummischweine, Tondrachen, Stoffmonster – in der Emmaus-Kirche ging es in den vergangenen beiden Wochen wirklich tierisch zu. Die Ferienspiele der Gemeinde trugen den vielversprechenden Titel „Die total verrückte Tierkunstwelt“. 20 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren bastelten, malten, kneteten, sprühten und nähten unter der Leitung der neuen Jugendreferentin für den Gemeindebereich Süd, Britta Goerke, eine prachtvolle Galerie von kreativen Kreaturen.

Viel Zeit hatte Goerke nicht, die Ferienspiele vorzubereiten: Gerade erst Anfang Juli hatte sie ihre Stelle als Jugendreferentin angetreten. Goerke war zuvor als Lehrerin für Kunst und Italienisch am Gymnasium tätig. Doch mit den Möglichkeiten und Bedingungen bei ihren ersten Ferienspielen in der Emmauskirche war sie trotz kurzer Vorbereitungszeit mehr als zufrieden. „Es macht wahnsinnig viel Spaß: Die Kinder kommen richtig in den Flow – und ich muss sie nicht nach einer oder zwei Schulstunden wieder herausreißen“, freute sich Goerke kurz vor Ende. Thematisch bestand absolute Offenheit. „Wenn ein Kind nun partout kein Tier aus Ton kneten will, dann wird es vielleicht ein Auto“, gibt sich Goerke ganz gelassen. Und durch die sehr unterschiedlichen Materialien und Bearbeitungsweisen ist doch irgendwie immer für jeden etwas dabei.

Kreativität zu festgelegten Zeiten ist ebenso unnötig. Manche oder mancher ist mit Feuereifer dabei, ein T-Shirt zu besprühen und mit Stoffmalstiften weiter zu verzieren. Anderen reicht ein gefährliches Tier auf der Vorderseite völlig und finden es vielleicht viel spannender, im Disco-Raum die Musik aufzudrehen oder im Garten Fußball zu spielen. Und wenn ein Kreativangebot bei einzelnen gar nicht ankommt, ist die Jugendreferentin die letzte, die daraus ein Drama macht. Als Mutter eines bastelbegeisterten Mädchens und eines Jungen, der nur im Notfall einen Pinsel zu Hand nimmt, kennt sie eben beide Seiten.

Mit ihrem Team aus sechs ehrenamtlich engagierten Jugendlichen kann Goerke gut auf alle Wünsche und Bedürfnisse eingehen.

Und auch einige Ausflüge organisieren: In der ersten Woche besuchte die Gruppe das Tierheim der Städteregion, begutachtete Hunde und Katzen und ließ sich von den Helfern vor Ort viel Nützliches zur Haltung von Haustieren erzählen. Sehr beeindruckt waren die Jungen und Mädchen auch vom Besuch beim Imker der Kleingartenvereinsanlage Sonnenscheinstraße. „Als wir die Drohnen auf die Hand nehmen durften, war das schon sehr faszinierend“, erinnerte sich die neunjährige Thea. „Ich wusste gar nicht, dass die männlichen Bienen so heißen und auch nicht, dass sie nicht stechen können.“

In der zweiten Woche, in der ganz Aachen unter Wüstentemperaturen ächzte, suchten die Kinder der Emmauskirche den kühlen Schatten des Aachener Waldes auf – und brachten auch von dort lustig-verrückte Waldtrolle mit. „Schade, dass es zu Ende ist“, fand da nicht nur die neunjährige Anastasia.

(Text: Rauke Xenia Bornefeld)

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