12.09.2019

Dankeschön-Tag mit „Zukunfts-Touch“ im Informatik-Labor

Jugendreferat des Kirchenkreises dankte ehrenamtlichen Kinder- und Jugendmitarbeitenden – Coole Funshops mit und ohne Technik im „Fab Lab“ der RWTH Aachen

Prof. Dr. Jan Borchers hatte den "Dankeschön"-Tag ins "Fab Lab" eingeladen und probierte dabei das Angebot des Aachener Holo-Cafés gleich selbst einmal aus. (Foto: Jugendreferat)

Einen großen Sprung in die Zukunft hat das Jugendreferat des Kirchenkreises Aachen in diesem Jahr mit seinem „Dankeschön“-Tag für Ehrenamtliche gemacht: Nachdem es 2018 auf der mittelalterlichen Burg Soers Aktivitäten wie Fechten, Schmieden und Bogenschießen gab, trafen sich die Kinder- und Jugendmitarbeitenden nun im „Fab Lab“ der RWTH Aachen. Dort konnten die Gäste unter anderem mit einem Lasercutter Schlüsselanhänger mit individuell gelasertem Logo herstellen, in einem CAD-Kurs am Computer eigene Untersetzer für den 3D-Druck designen und im Holo-Café ein virtuelles Raumschiff fliegen.

Laser-Cutter und CAD sehr beliebt

„Es gibt hier alles, was man braucht, um Projekte mit Elektronik zu bauen“, erklärte Doktorandin Anke Brockner, die am Lehrstuhl für Medieninformatik und Mensch-Computer-Interaktion arbeitet. Sie plante und betreute zusammen mit Jugendreferentin Tina Pütz den Dankeschön-Tag. „Vor allem der Laser-Cut-Funshop hat viele begeistert, da waren beide Runden voll“, sagte sie. „Aber auch beim Programmieren im CAD-Kurs haben die Jugendlichen super gearbeitet.“ Das Fab Lab (Fabrication Laboratory) an der RWTH Aachen war bei seiner Eröffnung im Jahr 2009 das erste Technologie-Labor dieser Art in Deutschland. Durch persönliche Kontakte zwischen dem Jugendreferat und Fab Lab-Leiter Prof. Dr. Jan Borchers entstand die Idee, den jährlichen Dankeschön-Tag des Jugendreferats einmal in den zunächst ungewöhnlich erscheinenden Räumlichkeiten des Informatik-Lehrstuhls zu organisieren.

Kirche zeigt Wertschätzung für das Engagement der Jugendlichen

„Insgesamt haben die Ehrenamtlichen positiv reagiert“, meinte Jugendreferentin Tina Pütz gegen Ende des Dankeschön-Tages. Mit etwa 40 Teilnehmenden seien zwar etwas weniger Jugendmitarbeitende der Einladung gefolgt als in den Vorjahren. Aber an diesem Wochenende habe es auch eine Reihe von anderen Veranstaltungen gegeben, zum Beispiel in der Christusgemeinde und der Kirchengemeinde Monschauer Land, bei denen Ehrenamtliche eingebunden gewesen seien. Kinder- und Jugendmitarbeiterin Gabi Fuhrmann war mit einer Gruppe aus der Christuskirche in Aachen-Haaren zum zweiten Mal beim Dankeschön-Tag dabei. „Dass es diesen Tag gibt, finde ich total toll“, sagte sie. „Der Tag zeigt die Wertschätzung der Kirche für die Jugendlichen und diese nehmen es an und fühlen sich dadurch auch wertgeschätzt.“

Andacht mit mehr oder weniger abstrusen Zukunfts-Szenarien

Wie in jedem Jahr waren eine Andacht, die Auszeichnung mit einem kreativen Ehrenamts-Orden und ein gemeinsames Essen Teil des Dankeschön-Tages. Die Andacht gestalteten diesmal JuKi-Leiterin Pia Schneider und JuKi-Ehrenamtler Louis. „Weil das Institut hier so einen Zukunfts-Touch hat, haben wir in der Andacht über mehr oder weniger abstruse Zukunfts-Szenarien für unsere Kirche nachgedacht“, sagte Pia Schneider. „Am Ende liegt es auch an den Leuten hier, an der Zukunft der Kirche mitzuwirken. Jugendliche müssen selbst aktiv werden und ihre Kirche gestalten. Beispiele im Kirchenkreis Aachen dafür sind der ‚Poetry Slam meets Rockandacht‘ aus Kornelimünster, das ‚Kreuzverhör‘ in der JuKi und die Ferienfreizeiten der Genezareth-Kirche.“

Erlebnispädagogik, T-Shirt-Upcycling und Body Percussion

Auch aus diesen drei Projekten waren Gäste zum Dankeschön-Tag ins Fab Lab gekommen. „Wir haben uns in der ersten Funshop-Runde für die Verbindung von Andachten mit Erlebnispädagogik entschieden“, sagte Vincent Klein aus dem Team der Jugendarbeit an der Genezareth-Kirche in Aachen. „Das war echt interessant und ich konnte daraus einen Impuls für unsere Freizeiten mitnehmen.“ Weitere beliebte Funshops waren das T-Shirt-Upcycling mit Jugendmitarbeiterin Doro Schui und die Body Percussion mit Musikerin Guiomar Marques-Ranke.

Coole Funshops und gutes Essen

Dass der Tag bei den Jugendlichen gut ankommt, bestätigten auch die Ehrenamtlichen Lina Schopen und Maike Fuhrmann. „Ich finde super, dass das Jugendreferat uns ‚Danke‘ sagt und dass sich alle hier so dafür engagieren, dass wir einen tollen Tag haben“, meinte Lina. „Letztes Mal habe ich am Dankeschön-Tag mehr neue Leute kennengelernt und noch mehr Gemeinschaft erlebt“, sagte Maike. „Durch die Aufteilung der Funshops in die verschiedenen Räume hier war ich eigentlich nur mit den Leuten zusammen, mit denen ich gekommen war. Aber die Funshops an sich waren cool, und das Essen war gut!“

Dass das Jugendreferat des Kirchenkreises Aachen den Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern aus Gemeinden und Einrichtungen auch im nächsten Jahr für ihre engagierte Mitarbeitenden danken will, stehe schon fest, kündigt Jugendreferentin Tina Pütz an. „Aber wo wir dann sein werden und was wir machen, dafür sammeln wir noch neue Ideen.“

(Text: C. Braun / Kirchenkreis Aachen)

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