Die Versöhnungskirche in Eilendorf

Der Pfarrbezirk der Versöhnungkirche in Aachen-Eilendorf gehört seit 2009 als 3. Pfarrbezirk zum Bereich Nord der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen. Bereits seit 2004 bestand eine pfarramtliche Verbindung.

Im Jahr 1979, als die evangelische Kirchengemeinde aus der Kirchengemeinde Stolberg ausgepfarrt wurde, hatte Eilendorf noch stark dörfliche Strukturen. Es gab eingesessene Eliten, die sich zur katholischen Hauptkirche hielten.

Die Sozialisation geschah über Vereine, die auch mehr oder minder auf die Pfarreien bezogen waren, erinnert sich der erste Pfarrer der eigenständigen Kirchengemeinde Hans Freyberger.

Die Evangelischen siedelten zwar beständig, fanden aber keinen Zugang zu dieser Art der Gemeinschaftsbildung. Die evangelische Gemeinde machte hauptsächlich ein Raumangebot als heimatlichen Ort für die, welche ihn suchen würden. Die zentrale Figur war die Küsterin, die als eine Art "anchor-woman" agierte.

Der Bedarf an einer Pfarrstelle entsprang dem Wunsch nach amtlicher Repräsentation dieser lokalen Identität.

Die integrative Arbeit förderte zwar die Ökumene, die protestantische Eigenart evangelischen Kirchenwesens trat dadurch in den Hintergrund. Durch die kommunale Eingemeindung nach Aachen kam ein rapider sozialer Wandel in Gang:

Eilendorf wurde zur Wohnvorstadt. Die Gemeinde hat freundschaftliche Verbindungen zu einer orthodoxen Gemeinde in Ljubjatow Pskov in Rußland geknüpft und unterstützt das Heilpädagogische Zentrum in Pskov.