Die Baugeschichte der Paul-Gerhardt-Kirche

Als in Richterich die Zahl der evangelischen Christen durch neue Wohngebiete stieg, beschloss das Presbyterium Herzogenrath 1976 - zu dieser Kirchengemeinde gehörten die Aachener Ortsteile Richterich und Horbach bis 1982 - die Errichtung einer Pfarrstelle und den Bau eines Gemeindezentrums.

Zunächst wurden seit 1980 im Schloss Schönau regelmäßig Gottesdienste gehalten, auf historischem Boden: Bereits von 1673 -1678 hatten auf der damaligen Burg Schönau dank der Gunst des Freiherrn Maximilian von Mylendonck evangelische Gottesdienste stattgefunden.

Im Jahr 1980 erwarb die Gemeinde ein Grundstück neben der Vorburg von Schloss Schönau, um den Entwurf des Aachener Architekten Joachim Schwarze zu verwirklichen. Im März 1982 wurde der Grundstein gesetzt, fünf Wochen später war Richtfest.

Dank guter Zusammenarbeit von Architekt und Handwerkern und dem tatkräftigen Einsatz von Gemeindegliedern, die Eigenleistungen von fast 100.000 DM erbracht haben, konnte die Paul-Gerhardt-Kirche am 1. Advent 1982 feierlich eingeweiht werden.

Der einfach gegliederte Baukörper, der alle Funktionen unter einem großen Dach vereint, entspricht den maßstäblichen Bezügen der benachbarten Gebäude von Vorburg und Schloss Schönau. Der Kirchsaal bietet bei geöffneten Faltwänden 200 Personen Platz.

Die Form der verklinkerten Wände sowie die Dachgestaltung unterstreichen den sakralen Charakter. Die große Halle des Gemeindezentrums bietet übersichtliche Zugänge zu allen Räumen, die der Gemeindearbeit dienen. Im Obergeschoss befindet sich neben der Heizung ein geräumiger Gruppenraum mit herrlichem Ausblick auf den Schönauer Park.

Das markante, über dem Altar schwebend aufgehängte Kreuz schuf der Richtericher Bildhauer Heinz Tobolla: Eine zweitausendjährige Mooreiche bildet den Querbalken; das Zinn, sehr lebendig und lebhaft modelliert, erinnert an eine Dornenkrone. Die Altarbibel wurde durch den damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau gestiftet. Kanzel und Leuchter auf dem Altar stammen aus der Heimatgemeinde Herzogenrath.

Nachdem zunächst eine elektrische Kleinorgel die Lieder im Gottesdienst begleitete, kaufte die Gemeinde 1984 ein vierregistriges Orgelpositiv von der Kirchengemeinde Kornelimünster-Zweifall. Dieses Instrument wurde 1989 durch eine Pfeifenorgel ersetzt, die über zehn Register verfügt. Die zweimanualige Orgel wurde von Peter Weitzsch geschaffen.

Text: Hans-Georg Dreess/ASK

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